Grzimek


Grzimek
Grzimek
 
['gʒi-],
 
 1) Bernhard, Zoologe, * Neisse 24. 4. 1909, ✝ Frankfurt am Main 13. 3. 1987; war ursprünglich Tierarzt; leitete 1945-74 den Zoologischen Garten Frankfurt am Main; 1960 Professor in Gießen; 1969-73 Naturschutzbeauftragter der deutschen Bundesregierung. In vielen populärwissenschaftlichen Büchern, Filmen, Fernsehsendungen und Vorträgen setzte sich Grzimek entschieden für den Naturschutz und die Erhaltung frei lebender Tiere ein. Er war Gründer der Zeitschrift »Das Tier« (1960 ff.) sowie Herausgeber von »Grzimeks Tierleben« (16 Bände, 1968-74) und »Grzimeks Enzyklopädie der Säugetiere« (5 Bände, 1987).
 
Weitere Werke: Kein Platz für wilde Tiere (1954); Serengeti darf nicht sterben (1959); Einsatz für Afrika. Neue Erlebnisse mit Wildtieren (1980); Tiere, mein Leben. Erlebnisse und Forschungen aus fünf Jahrzehnten (1984).
 
 2) Sabine, Bildhauerin, * Rom 12. 11. 1942, Tochter von 3); 1961/62 Arbeit an der Meißner Porzellanmanufaktur, 1962-67 Studium in Berlin-Weißensee u. a. bei A. Mohr, 1969-72 Meisterschülerin an der Akademie der Künste der DDR bei F. Cremer; lebt seit 1972 freischaffend in Berlin. Ihr Hauptthema ist die menschliche Gestalt, die sie in der alltäglichen Situation einfühlsam darstellt. In der rauen Expressivität der Modellierung und einer an W. Lehmbruck erinnernden Gebärdensprache formuliert sie gleichsam Sensibilität und Größe des Menschen. Neben ihrem plastischen Werk befasst sich die Künstlerin auch mit collagierten Reliefs, Zeichnungen, Druckgrafik und Malerei.
 
 3) Waldemar, Bildhauer, * Rastenburg 5. 12. 1918, ✝ Berlin (West) 26. 6. 1984; Vater von 2); Schüler von W. Gerstel und R. Scheibe. Grzimek vertrat einen expressiv gesteigerten, zu barockem Pathos neigenden Traditionalismus. Im Mittelpunkt seines Schaffens stand die menschliche Figur, v. a. der Akt. Ab 1968 lehrte er an der TH Darmstadt.
 
 
E. Roters: Der Bildhauer W. G. (1979);
 
W. G., bearb. v. R. Hoffmann (Berlin-Ost 1989);
 
W. G. 1918-1984. Plastik, Zeichnungen, Grafik, bearb. v. Renate Schmidt u. U. Tietze, Ausst.-Kat. Kloster Unser Lieben Frauen (Magdeburg 1989).

Universal-Lexikon. 2012.

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